So steigern Sie mit regelmäßiger Content-Kontribution Ihre Reichweite

Regelmäßige Content Kontribution als Content Marketing Maßnahme

Content Marketing ist nicht billig und die Idee, die eignen Inhalte auch noch anderen Plattformen zur Verfügung zu stellen klingt sehr abwegig. Warum eine Zusammenarbeit mit weiteren Webseiten aber doch Ihr nächster Schritt im Content Marketing sein könnte erfahren Sie in diesem Artikel.

Inhalt:

Was ist Content-Marketing?

Content ist der Beweggrund für den Nutzer, eine Webseite zu besuchen. Dabei kann der Content in unterschiedlichen Formaten vorliegen. Egal ob Video, Text, Bild oder interaktive Elemente, der Nutzer entscheidet sich aufgrund der Inhalte dafür, die Webseite zu besuchen.

Daraus lässt sich die Definition für Content-Marketing ableiten: Das Content-Marketing erstellt und verteilt lehrreiche und/oder interessante Inhalte, um Kunden anzulocken oder zu binden.

 

Content soll Interesse und/oder Erkenntnisse erzeugen.


Die klassische Form des Content-Marketings findet hauptsächlich im Rahmen der eigenen Medien („Owned Media“) statt. Auf der eigenen Webseite, dem firmeneigenen Blog oder im Kundenmagazin werden die erstellten Inhalte veröffentlicht. Parallel dazu wird vielleicht noch auf den unterschiedlichen Social Media-Kanälen über den neuen Inhalt gepostet. Doch jede Reichweite darüber hinaus wird teuer.

 // Tipp: Was ist Native Advertising? Was ist Content Marketing? Den Unterschied haben wir für Sie in einem übersichtlichen Whitepaper herausgestellt.

 

Mehr Reichweite für meinen Content!

Mehr Reichweite für das eigene Content Marketing

Mehr Reichweite durch effektives Content Marketing. (Bild: Pixabay / CC0)

Man muss aber nicht sofort Werbeanzeigen mit Google Adwords schalten, um die relevanten Leser zu erreichen. Denn neben den großen Online-Portalen der Fachmedien gibt es noch eine Vielzahl an Blogs, Fachportalen oder Newsplattformen, an die passender Content gespielt werden kann. Dabei ist zu beachten, dass der Blog meistens seine Zielgruppe anders anspricht und erreicht als ein Unternehmen. So muss bei der Erstellung von Inhalten darauf geachtet werden, dass die eigene Zielgruppe auf der fremden Plattform richtig angesprochen wird.

 

Meine Zielgruppe ≠ Deine Zielgruppe

 

Kooperation mit Blogs und Fachportalen

Selbstverständlich ist es bei dieser Kooperation nicht damit getan, dass man eine kurze Google-Suche nach „Blogs“ durchführt und die erste Suchergebnisseite in den Verteiler für die Pressemitteilungen packt. Content muss in den Kontext passen und darf nicht isoliert und ohne Zusammenhang veröffentlicht werden. Schließlich wollen Sie ja, dass Besucher den Inhalt für sich als relevant erachten. Ein Elektrotechnik-Beitrag für die Stahlindustrie steht auf einem Blog für den Haus- und Hofelektriker an falscher Stelle und wird Ihnen vielleicht Traffic bringen – aber sicher keine nennenswerten Leads.

 

Content braucht den passenden Kontext!

 

Wie finden Sie die passende Plattform für Ihr Unternehmen und Ihre Zielgruppe?

Wenn man schon einen Blog auf der eigenen Webseite betreibt, dann hat man ein paar dieser Schritte in der Konkurrenzanalyse wahrscheinlich bereits erledigt.

  1. Keywordanalyse
  2. Zielgruppe
  3. Autorität
  4. Gemeinsamkeiten

Bei einer Keywordanalyse macht man sich bewusst, welche die relevanten Keywords sind. Anhand dieser sucht man dann Webseiten und Plattformen, die für eine Kooperation in Frage kommen.

Nun betrachtet man die Zielgruppe der Webseite. Wichtig ist, ob die behandelten Themen eher für B2B- oder B2C-Kunden relevant sind. Denn Content muss auf die Zielgruppen abgestimmt werden. Dafür muss man aber möglichst genau wissen, was die Zielgruppe für Probleme, Erwartungen und Wünsche hat, die das Unternehmen oder Content bedienen kann.

Bei der Auswahl der möglichen Kooperationspartner, lohnt sich eine Betrachtung der Plattform aus der Perspektive der Zielgruppe. Aktualität, Qualität und Relevanz in den Themenbereichen für die Sie Content erstellen wollen, sind wichtige Qualitätsmerkmale auf die Ihre Zielgruppe achtet.

Hat die Plattform einen guten Ruf, dann beeinflusst dieses Image auch, wie Ihre erstellten Inhalte wahrgenommen werden. Schließlich will man erreichen, dass der Mühsam erstellte Content auch ernst genommen wird.

 

Fach- und Redaktionelle Artikel auf dem Fachportal IoT (Industry of Things)

Redaktionelle- und Expertenbeiträge auf dem Fachportal Industry of Things. (Bild: IoT / Vogel Business Media)

 

Haben sich nun einige potentielle Blogs ergeben, dann untersucht man diese nach Gemeinsamkeiten. Nicht nur bei den behandelten Themen oder der angesprochenen Zielgruppe,  sondern auch in Bereichen wie Anspruch oder Zielen. Hat die Webseite oder der Blog einen ähnlichen Anspruch an die veröffentlichten Inhalte wie das Unternehmen? Gibt es gemeinsame Ziele, bei denen sich eine Zusammenarbeit anbieten würde? Je mehr dieser Überschneidungen vorhanden sind, desto besser verläuft eine Kooperation.

 

Wie nehme ich am besten Kontakt mit diesem Blog auf?

 

Eigentlich haben Sie alle Schritte unternommen, um eine erste Kontaktaufnahme mit dem Blog zu starten. Sie haben mögliche Anhaltspunkte gesammelt und Ihre Inhalte parat. Schreiben Sie einfach dem Redakteur oder Blogbetreiber eine kurze E-Mail mit Ihrem Anliegen und bitten Sie ihn um ein zeitnahes Telefonat, um die weiteren Details zu klären. Kontaktdaten finden sich meist im Impressum des Blogs. Und wenn nicht: Denken Sie über eine Kooperation lieber noch mal nach, denn dann entspricht das Impressum nicht den deutschen juristischen Vorgaben.

Oftmals sind die Blogs oder die Blogbetreiber in Social Media-Netzwerken präsent. Xing, Facebook, LinkedIn oder Twitter sind beliebte Netzwerke um Kontakt mit möglichen Kooperationspartnern aufzunehmen.

Einige wenige Portale, bieten von sich aus eine Gastbeitragsfunktion oder ein Kontributorenmodell an. Über Formulare auf der Webseite hat man die Möglichkeit sich kurz vorzustellen und somit schnell Kontakt aufzunehmen. Gemeinsamkeiten und Vorteile einer Zusammenarbeit sollten aber weiterhin im Hinterkopf gehalten werden, wahrscheinlich ist man nicht der einzige, der eine Kooperation anstrebt.

 

Beispiele für Portale mit Kontributoren-Modell

Als konkrete Beispiele für ein Fachportal und eine Newsplattform, mit Kontributoren-Modell, bieten sich die bekannten Webseiten „Industry-of-Things.de“ und „mikrokontroller.net“ an.

Mikrocontroller.net ist ein Forum und eine Newsplattform rund um das Thema „Elektronik“. Mitglieder können ein eigenes Profil anlegen, mit dem sie Beiträge verfassen. In diesem Profil kann die Firma mitangegeben werden und taucht dann auch bei den verfassten Beiträgen auf. So können werden Interessenten und Leser zu einem thematischen Kontext auf ein Unternehmen aufmerksam.

In unserem hauseigenen Fachportal für Industrie 4.0 und IoT bieten wir Experten aus den einzelnen Industriezweigen die Möglichkeit, eigene Fachbeiträge zu relevanten Themen in ihren Branchen zu verfassen. Der Autor kann sich in seinem Expertenprofil kurz vorstellen und seine Social Media-Konten verlinken. Applikationen und Firmen, die im Text erwähnt wurden, werden in der Seitenleiste des Beitrages verlinkt.

 

 

Warum sollte ich überhaupt mein Expertenwissen außerhalb meiner eigenen Medien veröffentlichen?

Abgesehen vom Reichweitenproblem gibt es gute Gründe dafür, hochwertigen Content für andere Plattformen zu erstellen.
Unternehmenswebseiten und Corporate Blogs werden nie ganz neutral wahrgenommen. Publiziert man seinen Content aber auf angesehenen Blogs und Fachportalen,  lesen die Nutzer die Informationen mit ganz anderen Augen.

Als Kooperationspartner kann man sich als Experte für die eigenen Themengebiete platzieren und dadurch Vertrauen aufbauen. Gerade im Industriemarketing, wo es um komplizierte Technologien geht, zahlt sich das auf mittlere Sicht aus.
 

Sharing ist Caring – Zeigen Sie Ihre Expertise Ihren Kunden!

 

So bietet sich die Chance, innovative Technologien zu erläutern und der Zielgruppe näher zu bringen. Ihr Content sollte dabei von den Problemstellungen der Zielgruppe ausgehen und Lösungen anbieten. Sparen Sie sich auf jeden Fall allzu laute Lobeshymnen auf Ihr Unternehmen.

Platzieren Sie Marke und Produkte dezent, zum Beispiel anhand eines Beispielprozesses. Und sprechen Sie vorher ab, wie weit Sie bei der Präsentation von Produkten etc. gehen dürfen. Schließlich möchte der Kooperationspartner das eigene Image bewahren und nicht zu einer Verkaufs- und Werbeplattform verkommen.

Die Glaubwürdigkeit und das Image einer unabhängigen Plattform sollten auch den werbenden Unternehmen wichtig sein. Denn Ihre Inhalte profitieren von diesem Image und werden von der Zielgruppe dementsprechend wohlwollend wahrgenommen. Das Ziel Ihres Content Marketings sollte deshalb auch sein, zu diesem Image beizutragen.

 

Expertenportal für Industry of Things

Experten aus Industrie und Forschung schreiben für das Fachportal Industry of Things. (Bild: IoT / Vogel Business Media)
 

Erreichen Sie Ihre Kunden während des Entscheidungsprozesses!

Potentielle Kunden durchlaufen bei der Kaufrecherche viele Schritte, bis diese überhaupt auf Ihrer Webseite landen. Oftmals werden allgemeine Keywords gesucht und Informationen zu den einzelnen Produkten zusammengetragen, bevor eine konkrete Kaufabsicht entsteht.

In den einzelnen Abschnitten der Customer Journey unterstützt ein unabhängiger Blog mit Informationen und Details zu den einzelnen Themen. Durch eine Kooperation mit Plattformen oder Blogs, auf die Ihre potentiellen Kunden während der Recherche aufmerksam werden könnten, schaffen Sie eine weitere Kontaktmöglichkeit, durch die Sie die relevante Zielgruppe erreichen können.

Welche Schritte und Phasen in der Customer Journey oder dem Beschaffungsprozess vorhanden sind und welche Content Marketing Formen dabei helfen, den Kunden abzuholen, lesen Sie in unserem Whitepaper „Wie Sie mit Content Marketing den B2B-Kaufprozess besser beeinflussen

Whitepaper zu den wichtigsten Grundlagen des Content Marketings

 

Was muss man als Kontributor bieten?

 

Reicht es wenn ich denen ne PM schicke?

 

Nein! Auch hier zählen die Grundregeln des Content Marketings. Die Inhalte müssen mit der Zielgruppe als Fokus erstellt werden. Wenn der geschaffene Content gut sein soll, dann muss dieser meinem Leser einen wirklichen Mehrwert bieten und darf nicht nur eine weitere Produktmeldung sein.Relevant ist immer ein realistischer und konkreter Einblick in das was die Anwender tun, wie sie mit Herausforderungen umgehen und welche Lösungen Ihr Unternehmen dazu beigetragen hat.

Zu gutem Content gehört auch, dass die Inhalte verständlich sein sollten. Wage Behauptungen und Studien ohne Belege oder Quellen schaden Ihrem Status als Experte – und dadurch auch Ihrem Image auf dem Fachportal oder Blog.

Die Inhalte sollten einzigartig sein. Auch wenn mehrere Partnerschaften mit Blogs bestehen und es sehr verlockend erscheint, den Content an alle zusammen zu schicken: Achten Sie darauf, einzigartige Inhalte zu erstellen. Duplicate Content wird weder vom Leser, noch von den Suchmaschinen gerne gesehen.
 

Expertenprofil des Fachportal Industry of Things

Mit einem Expertenprofil und regelmäßiger Kontribution schärft die Firma Wago Kontakttechnik ihr IoT-Profil. (Bild: IoT / Vogel Business Media)
 

Regelmäßige Kontribution = Präsenz

Um sich als Experte zu etablieren ist eine regelmäßige Präsenz beim Kooperationspartner nötig. Achten Sie darauf, regelmäßig Content und Themen zu erstellen, um eine stabile Kooperation aufzubauen – gute Content-Kontribution ist kein One-Night-Stand. Sonst fühlt sich Ihr Partner schnell ausgenutzt.

Mindestens einen Beitrag im Quartal und maximal ein Beitrag im Monat ist ein guter Rahmen für eine Content-Zusammenarbeit. So wird die Plattform nicht mit einer Flut an Inhalten überschwemmt, aber Sie sind regelmäßig präsent. So bleibt auch ausreichend Zeit, um hochwertige und zielgruppenrelevante Inhalte zu erstellen.
 

Was hat der Blog von meinem Engagement?

Fachportale oder Blogs werden meistens von freien Journalisten oder einer kleine Redaktion, die sich auf ein Gebiet, Thema oder Branche spezialisiert haben, geführt.

Als Kontributor unterstützen Sie die inhaltliche Vielfalt der Plattform. So kann der Blogbetreiber oder Journalist mehr Aufwand in die Recherche von branchenspezifischen Trends und industrierelevanten Themen investieren. Dadurch entstehen mehrere positive Nebeneffekte:

  • Der Blogbetreiber/Journalist hat mehr Zeit für hochwertigen Content, der die Zielgruppe des Blogs erreicht.
  • Ihre Experten-Inhalte steigern zusätzlich die Attraktivität des Blogs/Fachportals.
  • Mehr Nutzer werden dadurch auf Sie und Ihren Kooperationspartner aufmerksam. Das wirkt sich positiv auf die Reichweite der Plattform aus.

Eine regelmäßige und hochwertige Kooperation ermöglicht es den inhaltlich Verantwortlichen, Inhalte anzubieten, die sie von der Tiefe her nicht hätte schreiben können. Schließlich ist ihr Unternehmen in dem Bereich Experte und kann einen Einblick zum Beispiel in die Anwendung einer Applikation bieten.

Aus einer fairen und offenen Kooperationen entsteht eine Win-Win-Win-Situation: Das Unternehmen erhält Reichweite und Bekanntheit. Der Leser profitiert vom Mehrwert des Contents. Und der Blog hat sowohl mehr Zeit für eigene Themen, als auch Experten für einen tieferen Einblick in die Branche.

 

Regelmäßige Content-Kontribution außerhalb der eigenen Medien kann die Reichweite der Unternehmenseigenen Inhalte unterstützen und gleichzeitig das Image des Unternehmens fördern.

 

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Aufmacherbild: Pixabay / CC0

Patrick Lehnis

Bereits während des Studiums hat Patrick Lehnis als Werksstudent in B2B- Marketing- und Kommunikationsagenturen mit Industriemarketing Kontakt gehabt. Als Trainee bei Vogel Business Media verbindet er im Rahmen des Industriemarketing-Blogs sein Wissen aus Studium und Praxis.
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