So produzierten wir die offizielle Zeitung der Hannover Messe

Vogel Business Media produziert täglich die Messezeitung der HMI

Vogel Business Media produziert nicht nur periodische Fachmagazine, sondern auch die Tageszeitungen vieler großer Industriemessen – auf der Hannover Messe sogar direkt am Stand. Erfahren Sie, wie wir die Essenz des Messetreibens unter besonderen Bedingungen in ein tägliches Printformat bringen und ein seriöses Werbeumfeld kreieren.

 

Inhalt:

 

Als Frank Jablonski am Mittag des letzten Messetages in Hannover die Tür der gläsernen Redaktion hinter sich schließt, sind bereits alle Tische verwaist. Nur ein paar Notizblätter und ausgedruckte Pressemeldungen, die noch vereinzelt zwischen den schwarzen Bildschirmen herumfliegen, erinnern daran, dass hier in den letzten vier Tagen täglich eine Messezeitung produziert wurde.

 

Die gläserne Redaktion, in der der MM MaschinenMarkt täglich die HMI-Messezeitung produziert.

Chefredakteur Frank Jablonski (stehend, rechts) inmitten der gläsernen Redaktion auf dem Messestand von Vogel Business Media (Bild: Vogel Business Media)

 

Bis zu 14 Mitarbeiter hatte Jablonski, Chefredakteur der Vogel-Fachzeitschrift „MM MaschinenMarkt“, im Laufe der Messetage im Einsatz. Seit mehr als zehn Jahren (2004) macht der „MM“ die offizielle Tageszeitung der Hannover Messe, seit drei Jahren ist Jablonski dafür verantwortlich, und seit 2012 wird die „HMI Daily“ direkt auf dem Stand von Vogel Business Media in der gläsernen Redaktion produziert.

 

Ein fein abgestimmtes, redaktionelles Konzert

Die Prämisse der „HMI Daily“ ist klar: Alle Inhalte müssen direkt auf der Messe erlebbar sein. „Wir sehen uns als Stichwort-Geber  für Messe-Gespräche“, sagt Jablonski.

 

Alle Inhalte müssen direkt auf der Messe erlebbar sein

 

Dafür sind seine Leute viel auf den Beinen. So gut wie nie sind alle Arbeitsplätze in der gläsernen Redaktion gleichzeitig besetzt. Ständig präsentiert ein Unternehmen auf einer Pressekonferenz neue Technologien und Produkte, ständig sind die Mitarbeiter auf der Jagd nach dem besten Foto und dem besten Zitat oder Highlights wie dem Rundgang der Kanzlerin. Doch mit dem reinen Einfangen des Messetreibens ist die Arbeit der Reporter nicht getan. Bis zum Redaktionsschluss um 16 Uhr müssen alle Beiträge für die Ausgabe des nächsten Tages geschrieben sein.

 

Udo Schnell koordiniert bei der Messezeitung Reporter und Technik.

Udo Schnell dirigiert mit Übersicht und Ruhe Technik und Redaktion. (Bild: Vogel Business Media)

 

Was nach einem chaotischen Hühnerstall klingt, ist in Wahrheit ein fein abgestimmtes redaktionelles Konzert – und Udo Schnell, Chef vom Dienst (CvD) beim „MM MaschinenMarkt“, schwingt dabei den Dirigierstab. Der erfahrene Redakteur war bereits an Bord, als 2004 die ersten Zeilen direkt auf Messe verfasst wurden. „Wir haben natürlich ein gewisses Maß an Vorplanung, müssen aber auch jeden Tag auf aktuelle Anfragen reagieren. Genau das macht aber auch den besonderen Reiz einer Messezeitung aus“, erklärt Schnell.

 

Die erste Arbeit beginnt drei Monate vor der Messe

Eine in der Regel 50 Seiten starke Messezeitung nur mit den eingeschränkten Mitteln der gläsernen Redaktion auf dem Stand zu befüllen, ist ein ambitionierter Plan. Um möglichst viele der Messeneuheiten einzufangen, beginnt besagte Vorplanung bereits drei Monate vor der Hannover Messe. Hintergrund-Beiträge über das jeweilige Partnerland sollen das redaktionelle Konzept ergänzen und lassen sich praktischer Weise gut vorbereiten.

 

Chefredakteur und Chef vom Dienst besprechen die Messezeitung.

Chefredakteur Frank Jablonski bespricht sich mit seinem Chef vom Dienst, Udo Schnell. (Bild: Vogel Business Media)

 

Ungefähr 50 Prozent der Inhalte entstehen so. Doch auch diese Zeit ist nicht stressfrei: „Den Dreiklang aus unserem wöchentlichen Print-Magazin, dem Dauerbetrieb des Online-Portals sowie der Vorbereitung der Messezeitung zu meistern, ist eine sportliche Angelegenheit“, verrät der drahtige Chefredakteur und fährt fort: „Aber nur mit diesem Sportsgeist und hoher Professionalität können wir jedes Jahr beweisen, der richtige Partner mit den richtigen Kompetenzen für die Hannover Messe zu sein“.

 

„Nur mit diesem Sportsgeist und hoher Professionalität können wir jedes Jahr beweisen, der richtige Partner mit den richtigen Kompetenzen für die Hannover Messe zu sein“

 

 

Plötzlich stand ein zerknirschter Marketingchef in der Redaktion

Jablonski ist stolz darauf, das einzige offizielle Organ der Messe produzieren zu dürfen. „Leider gibt es aber auch Trittbrettfahrer, die billigste publizistische Erzeugnisse am Rande der Messe, zum Beispiel an S-Bahn-Stationen, verteilen. Werbetreibende rund um die Hannover Messe sollten also genau aufpassen, bei wem sie eine Anzeige oder ähnliches schalten –  in einem Anzeigenblättchen, dass nach 10 Metern im Müll landet und es nicht mal auf das Messegelände schafft, oder einer veritablen Messezeitung“, rät der Chefredakteur.

 

In der gläsernen Redaktion auf dem Stand von Vogel Business Media wird die Messezeitung produziert.

Der Stand von Vogel Business Media auf der Hannover Messe 2017. Am hinteren Ende befindet sich die gläserne Redaktion. (Bild: Vogel Business Media)

 

So stand dieses Jahr plötzlich ein Marketingchef eines Unternehmens in der gläsernen Redaktion und beschwerte sich, wo denn das Magazin zu finden sei, in dem er seine Anzeige geschaltet hatte – in der irrtümlichen Annahme, jenes Magazin wäre die offizielle Messezeitung. Die Aufklärung dieses Missverständnisses war für den zerknirschten Herren jedoch nur ein kleiner Trost.

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Mehr Standbesucher, mehr Leads, mehr Aufmerksamkeit

Wir sind nicht nur auf der Hannover Messe und machen nicht nur Messezeitungen. Erreichen Sie mit uns konkrete B2B-Zielgruppen rund um fast jede relevante Industriemesse per Print, Digital oder auf Veranstaltungen – egal, ob mit oder ohne eigenen Messe-Auftritt vor Ort.

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Rund 50 Verteiler bringen täglich 30.000 Exemplare an den Mann

Anders beim „MM MaschinenMarkt“: Um möglichst viele Besucher mit der „Daily“ zu erreichen, sind permanent rund 50 Verteiler an den Messe-Eingängen postiert und in den Hallen unterwegs. Auch jeder Stand erhält jeden Morgen ein kleines Paket an Zeitungen geliefert, genauso wie viele Hotels in und um Hannover. 30.000 Exemplare werden so unters Volk gebracht. Auch die komplette Logistik hinter der Messezeitung wird von Vogel Business Media gesteuert.

„Unser primäres Ziel ist aber nicht, irgendwelche künstlichen Reichweiten ausweisen zu können. Die Besucher sollen unsere Zeitung auch wirklich aufschlagen wollen“, erklärt Jablonski. „Daran richten wir unsere Inhalte aus.“

 

„Unser primäres Ziel ist aber nicht, irgendwelche künstlichen Reichweiten ausweisen zu können.“

 

Diese bestehen deshalb nicht nur aus dem täglichen Messegeschäft, sondern ordnen das Geschehen auch in größere wirtschaftliche Zusammenhänge ein, liefern Hintergründe und Mehrwerte. Abgerundet wird das Angebot von pragmatischen Helferlein wie Messeplänen, Veranstaltungstipps und Infos für den Nach-Messe-Abend.

So hilft die Messezeitung den Besuchern, ihren Tag zu planen und sich zurechtzufinden zwischen den Hannoverschen Hallen – oft kommen sie dann mit Ausrissen der Messezeitung an Unternehmensstände, um sich über das jeweilige Thema näher zu informieren. Und auch an das internationale Publikum ist gedacht: Jede Ausgabe erscheint mit englischen Inhalten.

 

Um 16 Uhr startet die Messezeitung zu einer Deutschland-Rundreise

Zurück in die gläserne Redaktion. Um 16 Uhr hat CvD Udo Schnell die letzten Inhalte eingesammelt  und das Blatt virtuell „zusammengebaut“. Redaktionsschluss. Dann schickt er alles in die Zentrale nach Würzburg, wo das verbliebene Team eine inhaltliche und optische Qualitätssicherung durchführt.

 

CvD Udo Schnell baut die Messezeitung am PC zusammen.

CvD Udo Schnell „baut“ die Seiten der Messezeitung (Bild: Vogel Business Media)

 

Wenn alles passt, gehen die Daten an eine Druckerei in Düsseldorf, die die frischen Messezeitungen noch in der Nacht nach Hannover kutschiert. Dort werden sie an allen relevanten Punkten verteilt.

Und wenn die Hallen-Lieferanten das frische Paket früh morgens an den Stand von Vogel Business Media liefern, sitzen Frank Jablonski und Udo Schnell in der Regel schon an Seite Eins für den folgenden Tag – von Sonntagabend bis Freitagmittag, wenn Jablonski wieder als letzter abschließt.

 

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Daniel Furth

Daniel Furth hat im Studium „irgendwas mit Medien“ gemacht, sich dann aber gegen die Journalistenkarriere entschieden. Heute verbindet er die Leidenschaft für gute Inhalte und digitales Marketing als Customer Development Manager bei Vogel Business Media und ist stets auf der Suche nach Beispielen für gutes Industriemarketing.
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