4 persönliche Anti-Frustrations-Tipps für die B2B-Content-Erstellung

Seit fast genau einem Jahr betreiben wir nun diesen Blog und strategisches Content Marketing bei Vogel Business Media. Neue Ideen zu finden wird schwieriger, der Stapel an Themen, die man ohne größere Recherche aus der Hüfte bearbeiten kann, ist dahingeschmolzen. Doch gleichzeitig soll man natürlich mehr Leads generieren als letztes Jahr.

 

Themen und Ideen für Content Marketing zu finden ist eine Herausforderung. Doch echte Helden schaffen das gut gelaunt wie Super Mario.

 

Inhalt:

 

Ein Jahr Laufzeit – das ist nach meiner fünf-jährigen Erfahrung auf diesem Feld oftmals ein kritischer Zeitpunkt für Content Marketing-Projekte bei der Findung sympathischer Themen. Doch auch Content-Projekte, die gerade frisch starten, stehen vor der Problematik: Der Leser sucht mittlerweile gezielt die Relevanz, denn er versinkt in einem unendlichen Strom aus Inhalten. Neue Projekte können nicht von guter Vorarbeit zehren, dank derer die Leser auch mal ein wenig Irrelevanz akzeptieren, ohne sofort auf den Opt-Out-Button zu klicken.

 


Sie sind immer noch nicht von Content Marketing im B2B überzeugt? Hier erfahren Sie, warum Content Marketing einfach super ist:


 

An dieser Stelle haben wir deshalb unsere eigenen Erfahrungen gesammelt und die besten Tipps und Ideen zusammengetragen. Auch dazu gibt es übrigens bereits unzählige Inhalte im Netz – wir hoffen, die Relevanz hier durch den B2B- und Industriemarketing-Fokus sowie den persönlichen Touch herstellen zu können.

 

Falls nicht, geben Sie uns gerne Feedback!

 

 

Content-Idee 1: Vermeiden Sie konsequent das Content-Hamsterrad

Das Content-Hamsterrad entsteht vor allem durch die zwanghafte Serienproduktion von Inhalten. Am Anfang mag es noch verdammt gut klingen, Kunden und Leads jede Woche oder alle zwei Wochen einen relevanten Newsletter zu schicken. Schließlich sitzen Sie auf einem Riesenstapel an hoch relevanten Content-Ideen und wollen jede Menge Leads generieren.

 

Aber skalieren Sie das mal auf zwei Jahre mit im Schnitt 50 Aussendungen á drei Themen. Das macht alles in allem 300 „Stück“ Content.  Gibt Ihre Themenwelt und Technologie wirklich eine solche Dichte an relevanten News und Inhalten her? Können Sie die Relevanz wirklich so hoch halten, dass Nutzer auch nach einiger Zeit noch Ihre Kontaktdaten gegen Ihre Whitepaper etc. eintauschen möchten?

 

Übrigens wird es auch Google honorieren, wenn Sie bei den Themen bleiben, denen Sie Relevanz und Tiefe verleihen können. Mehr über die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Inhalte finden Sie in unserem aktuellen B2B-SEO-Whitepaper.

 

 

Content-Idee 2: Reines Kuratieren birgt zwei Probleme

Vielleicht denken Sie jetzt: Wenn schon so viele Inhalte durch die Gegend fliegen, ist es doch ein Mehrwert für potentielle Nutzer, wenn ich diese nach Relevanz ordne. Auch wir kuratieren einmal im Monat Inhalte anderer Blogs.

 

Das ist prinzipiell ein guter Gedanke und wird auch von vielen Content Marketing-Blogs propagiert – doch stellt er sie vor zwei Probleme:

 

Problem 1: Den guten Gedanken hatten schon andere, allen voran natürlich Medienhäuser, die schon immer irgendwie Inhalte filtern. Dieser Teil ihrer Arbeit wird in digitalen Zeiten immer mehr.

 

Ich lehne mich für unsere Redakteure mal weit aus dem Fenster und sage: Das ist eine Konkurrenz, gegen die Sie dauerhaft keine Chance haben. Denn erstens arbeiten diese objektiv, während Sie die direkte Geschäftskonkurrenz wahrscheinlich ausblenden müssten. Zweitens haben wir dafür viel mehr Leute mit viel mehr Zeit. Und drittens sprechen auch Medien Zielgruppen immer feiner an. So betreibt unser Fachblatt „Elektronikpraxis“ beispielsweise speziell für Elektronik-Ingenieure in der Automotive-Entwicklung ein eigenes Portal: next mobility.

 

Dazu gesellen sich unzählige feingliedrige Themen-Newsletter, die täglich oder wöchentlich von all unseren Fachmedien verschickt werden. Angenommen Sie verschicken einmal im Monat – der Empfänger hat das Thema dann wohl irgendwo schon mal gelesen.

 

Problem 2: Als B2B-Marketer wollen (oder müssen) Sie Vertriebsleads generieren. Klickzahlen in Mailings sind das eine – diese Kennzahlen in Umsätze zu übersetzen aber die wahre Kunst. Aber wie produktnah kann Ihr Content sein, wenn Sie ständig nur kuratieren? Platzieren Sie sich so wirklich als Lösungsanbieter auf einem Hochtechnologiefeld? Können Sie so Ihrem Vertrieb wirklich „heiße“ Kontaktdaten liefern? Den Beweis konnte bisher auch keiner der „Kuratierungs-Evangelisten“ antreten.

 

PS: Google findet das reine Kuratieren dauerhaft gar nicht gut, wie mir die SEO-Metriken unserer Konkurrenzbeobachtung verraten.

 

 

Content-Idee 3: Fokussieren Sie auf produktnahe Themen

Eventuell ist weniger also mehr – besonders im B2B. Bei der konkreten Selektion der inhaltlichen Themenfelder sollten Sie sich eng an Ihre Produkte halten, wenn Sie nur geringe Content-Kapazitäten haben. Wir können beispielsweise Marketing-Themen abseits unserer Produkte aufnehmen, weil wir Content auch als Baustein unserer Marke sehen und dementsprechend Kapazitäten parat haben.

 

Doch bei knappen Ressourcen sollte man genau prüfen, was man macht. Erstellen Sie lieber eine Case Study, wie ein Kunde eine Technologie für seinen Erfolg nutzte, als zehn kuratierte Newsletter zu verschicken. So etwas transportiert nicht nur Ihre Expertise sowie die Begeisterung des Kunden – es ist schlichtweg auch hoch interessant für Ihre Zielgruppe. Eine solche Broschüre lässt sich dann vielseitig einsetzen, egal ob zur Vertiefung von Messekontakten oder für eine Leadgenerierungskampagne mit Vogel.

 

Doch es muss nicht immer der große Wurf sein. Angenommen Sie möchten Konstrukteure für Ihre Software begeistern, tut es auch eine kleine Liste mit Tipps zur Optimierung der Werkstoffauswahl – wenn beispielsweise Ihre CAD-Software eine ganz tolle Anbindung an eine Werkstoff-Bibliothek hat und Tipps für den passenden Werkstoff gibt. Doch auch in dem Fall muss heute die Relevanz stimmen: Allgemeinplätze sollten nicht einfach widergekäut werden.

 

 

Content-Idee 4: Sprechen Sie unbedingt mit Vertrieb, Kundenbetreuern – und Ihrer Zielgruppe

Es klingt vielleicht banal, aber das Gespräch mit Kollegen, die direkten Kundenkontakt haben, ist eine der ergiebigsten Themenquellen. Schließlich wissen sie am besten, welche Produkte und damit Themenstellungen im Markt gefragt sind. Oder auch, welche Randbedingungen der Zielgruppe den Alltag erschweren, die man thematisch aufgreifen könnte. Es ist erstaunlich, wie “intim” die Einblicke der Vertriebskollegen sein können, wen sie einen guten Draht zum Kunden haben.

 

Im Alltag geht ein solches Gespräch trotzdem häufig unter, wenn jeder in seinem Tunnel und vor allem getrennten Abteilungen arbeitet.

 

Doch eine der Stärken unseres Teams ist es, dass drei Marketer und drei Verkäufer unter gemeinsamer Führung arbeiten. Und so hatten wir erst kürzlich ein sehr aufschlussreiches Brainstorming für kommende Content-Ideen – mit einem Zeitansatz von 60 Minuten konnten wir den Whitepaper-Nachschub für fast das restliche Jahr sicherstellen.

 

Content entsteht tatsächlich permanent im ganzen Unternehmen

Ein zweites schönes Beispiel ist ein Projekt, das aktuell bei Vogel Business Media läuft. In diesem werden alle Kunden- und Leser-Anfragen zentral erfasst mit dem Ziel, die Anfragen in weniger Kontaktpunkten zu kanalisieren, damit zu vereinfachen und ein besseres Nutzer-Erlebnis zu schaffen. Eigentlich stand hinter dem Projekt kein konkreter Marketing-Gedanke, trotzdem ist es ein schöner Themenquell. Denn wenn Sie bereits im Vorfeld klassische Kundenfragen mit Ihrem Content Marketing beantworten, hat es nicht nur der Verkäufer beim Abschluss leichter – auch der Leser und potentielle Kunde fühlt sich gut abgeholt und verstanden.

 

Als Content Marketing-Verantwortlicher lohnt es sich demnach auch, einfach mit offenen Augen durchs Unternehmen zu laufen und ein gutes Netzwerk zu haben. Letzteres natürlich auch unter Ihren Lesern, denn deren Meinung ist am wichtigsten.

 

Also melden Sie sich gerne mit Ihrer Meinung oder auch einfach nur für einen lockeren Austausch über frustrierende Momente im Content Marketing. 😉

 


Guten Content kaufen

Bevor in Ihrem Unternehmen aber die große Content-Wüste droht, rufen Sie uns gerne an. Denn unsere 125-jährige redaktionelle Erfahrung mit vor allem technischen B2B-Themen stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung. >> Kontakt aufnehmen


 

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Daniel Furth

Daniel Furth ist seit 2013 im digitalen Marketing unterwegs und hat im Studium als Reporter gearbeitet. Heute verbindet er die Leidenschaft für gute Inhalte und digitales Marketing bei der Vogel Communications Group und ist stets auf der Suche nach Beispielen für gutes B2B-Marketing. Themen-Einreichungen per Mail sind herzlich willkommen:...
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