“Bad Ads”: Diese Banner verschwinden aus dem Netz und von den Vogel-Webseiten

Eine genauere Messmethode zeigt: Die Nutzung von Ad-Blockern ist höher als vermutet. Das gefährdet das bewährte Geschäftsmodell von Online-Inhalten. Google hat nun die Reißleine gezogen und nutzt seine Marktmacht, um die Veränderung der Display-Werbung im ganzen Internet zu forcieren. Vogel Business Media betrifft das jedoch kaum.

 

Bad Ads – diese Display-Formate verschwinden aus dem Netz

 

Inhaltsverzeichnis:

 

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. korrigierte kürzlich die Nutzungsrate von Ad-Blockern nach oben. Demnach lag der Anteil blockierter Online-Werbung im vierten Quartal 2017 auf Desktop-PCs bei 24,74 Prozent, auf Mobilgeräten bei 24,05 Prozent. In Q3 lag der Wert im Schnitt bei 20,44 Prozent. Da die Messung in Q4 mit einer genaueren Methode ausgeführt wurde, kann man davon ausgehen, dass Ad-Blocker auch schon in der Vergangenheit weiter verbreitet waren als angenommen.

 

“Der Markt muss den Output an ‘Bad Ads’ verringern. Zu laute Spots oder zu hohe Bitraten sorgen dafür, dass sich nicht wenige Verbraucher weiterhin Adblocker installieren”, sagt Dirk Maurer, stellvertretender Vorsitzender des BVDW.

 

 

Google schaltet eigenen Ad-Blocker scharf

Doch der gute Wille alleine reicht nicht. Google schafft jetzt Fakten. Mit seinem Browser Chrome hat sich der Digitalgigant mittlerweile weltweit über 50 Prozent Marktanteil gesichert und am 15. Februar eine Funktion scharf geschaltet, die viele Nutzer begrüßen dürften: einen integrierten Werbeblocker.

 

Dieser wird zukünftig sogenannte “Bad Ads” von den Webseiten filtern. Das funktioniert so:

 

  • Insgesamt sind 12 weit verbreitete Werbeformate betroffen (über deren Beschaffenheit und Auswahl gleich mehr)
  • Erkennt Chrome ein solches Format auf einer Webseite, blockiert es die Anzeige. “Good Ads” auf der gleichen Seite sind davon zunächst nicht betroffen
  • Über das Tool “Search Console” und den “Ad Experience Report” informiert Google den Website-Betreiber über den Vorgang
  • Anschließend hat der Betreiber 30 Tage Zeit, alle “Bad Ads” von seiner Webseite zu entfernen
  • Passiert das nicht, werden sämtliche Anzeigen auf der Webseite, unabhängig von ihrer Beschaffenheit, von Chrome blockiert. Dies gilt selbst für Anzeigen aus Googles Adsense-Netzwerk, mit dem vor allem Blogs ihr Geld verdienen

 

 

Welche Banner-Formate landen im Web-Orkus?

Grundlegend geht die Initiative auf die sogenannte “Coalition for Better Ads” zurück. Die besteht aus großen werbenden Konzernen wie Procter & Gamble, Publishern wie Axel Springer und Washington Post sowie diversen Verbänden und Interessensvertretern der Digitalwirtschaft. Und natürlich dürfen Facebook und Google nicht fehlen. Alle Mitglieder lassen sich hier einsehen.

 

Diese Koalition zeichnet für die Auswahl verantwortlich, deren Grundlage intensive Messungen des Umgangs der Nutzer mit den Anzeigen waren. Diese Banner-Formate werden Ihnen zukünftig auf dem Desktop wohl nicht mehr über den Weg laufen:

 

Display-Werbung, die aus dem Netz verbannt werden soll.
Diese Display-Formate möchte die “Coalition for Better Ads” aus dem Netz verbannen. (Bild: Coalition for Better Ads / betterads.org)

 

Und auf Mobilgeräten geht es diesen Anzeigen an den Kragen:

 

Besonders auf dem Smartphone nerven störende Ads, weil sie sich deutlich schlechter schließen lassen als auf dem PC. In Zukunft sollen diese Anzeigen verschwinden. (Bild: Coalition for Better Ads / betterads.org)

 

Kaum Ad-Blocker auf Vogel-Webseiten – diese drei Formate müssen trotzdem weichen

Bereits seit einiger Zeit arbeitet auch Vogel Business Media intensiv und strategisch daran, das Nutzererlebnis auf unseren B2B-Fachportalen zu verbessern. Dazu gehört nicht nur, unseren Lesern auf Datenbasis passendere Inhalte mithilfe einer hochmodernen Technologie zu servieren, sondern diese auch besser erlebbar zu machen. Dass das schon sehr gut funktioniert, zeigen die niedrigen Ad-Block-Raten von unter 10 Prozent auf unseren redaktionellen Webseiten.

 

Der Artikel geht unter dem grauen Kasten weiter.

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In diesem Whitepaper zeigen wir, warum Display-Werbung nach wie vor ein treibender Faktor Ihrer B2B-Marketingkampagnen ist. Anhand guter Beispiele aus unserem Kundenspektrum erhalten Sie einen Eindruck, welche Banner im B2B-Bereich gut funktionieren. Und letztlich legen wir dar, wie man den Beitrag eines Banners zu einer Kampagne am besten misst. Themenzusammenfassung:

  • Grundlagen: Was ist Display-Werbung in Abgrenzung zu anderen Online-Disziplinen?
  • Kritik: Warum die Totengräber der Display-Werbung falsch liegen
  • Gestaltungsrichtlinien und Erfolgsmetriken: Was zeichnet gute Banner aus und wie misst man Ihre Wirkung?

 

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“Um die Akzeptanz der bei uns geschalteten Werbung hoch zu halten, arbeiten wir ständig an der Optimierung des Nutzer-Erlebnisses. Deshalb sind bei uns aktuell auch nur drei Anzeigen-Formate von Googles Maßnahmen betroffen”, so Stefanie Pöltl, Managerin Digital Business bei Vogel Business Media.

 

Und das sind folgende drei Display-Formate (die zudem bisher kaum von unseren Kunden genutzt wurden):

 

  • Die Banderole Ad, die einen breiten überlappenden Banner über die eigentliche Seite legt
  • Die Page Peel Ad:

 

 

  • Die Sidekick Ad:

 

 

Kunden und solche, die mit uns zukünftig B2B-Entscheider und Fachkräfte erreichen möchten, müssen also keine Sorgen haben, dass ihre Werbung in irgendeiner Form gefährdet ist. Vielmehr ist insbesondere durch die geringe Nutzung von Ad-Blockern seitens unserer Leser die größtmögliche Markenaufmerksamkeit gesichert.

 

>> Wie gut Display-Advertising mit Vogel funktioniert, können Sie in diesem Praxiscase unseres Kunden Schneider Electric erleben: Spitze C-Level-Zielgruppen performant erreichen.

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Aufmacherbild: unsplash.com


 

Daniel Furth

Daniel Furth ist seit 2013 im digitalen Marketing unterwegs und hat im Studium als Reporter gearbeitet. Heute verbindet er die Leidenschaft für gute Inhalte und digitales Marketing bei Vogel Business Media und ist stets auf der Suche nach Beispielen für gutes Industriemarketing. Themen-Einreichungen per Mail sind herzlich willkommen:...
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